Gretje Nr. 2…

… oder wie meine Tochter zu sagen pflegte “Noch eine Tasche??!!! Du hast doch schon so viele Mama!” Jaja, komm’ Du erstmal in mein Alter und dann zählen wir deine Taschen mein Kind.

So, nun aber zum eigentlichen Anlass meines Schreibens.

Ich hatte ja hier schon angekündigt, dass es eine weitere, größere Gretje geben wird, da mir der Schnitt so gut gefällt.

Nachdem ich mich dann schweren Herzens für eine der 3 möglichen Kombinationen entschieden hatte, ging es wieder ans Schnibbeln, Zurechtlegen, wieder Verwerfen und dann an die Endfassung.

Da ich diesmal nicht die Möglichkeit hatte, mich für 1 1/2 Tage aus allem heraus zu ziehen, wurde die große Gretje in Etappen genäht – im Nähkeller, im Wohnzimmer und bei meinem allerliebsten (und nicht mehr weg zu denkenden) Nähtreff.Detailansicht Deckelklappe

Für die große Tasche habe ich mir für den Boden Kunstleder ausgesucht. Ich hatte ihn mal bei einem Garagen-Nähflohmarkt käuflich erworben.

Detailansicht Seite / Boden

Ein paar Taschen mehr als im Schnitt vorgesehen hat sie auch bekommen. Eine Innentasche einseitig mit Wachstuch und Sternen-Snaps und auf der Rückseite eine große Tasche mit Snap unter der Rüschenborte.Innentasche große GretjeDetailansicht Rückseite

Die Innentasche hat auch noch einen Karabinerring (heißt das so?) bekommen. Bei dieser Größe erleichtert er die Schlüsselsuche bzw. das Schlüsselfinden sehr.

Dank einer tollen Anleitung im WWW habe ich auch auf Anhieb meinen ersten Trageriemen mit Schieber hinbekommen (ich bin schon etwas stolz auf mich).

 

Nun hat also die kleine Gretje eine große Schwester.

 

Gretje hat eine große Schwester

Gretje hat eine große Schwester

Nun werde ich mich erstmal anderen Projekten widmen – der Sommerurlaub steht vor der Tür und meine Tochter könnte noch ein paar kurze Hosen, Kleider und und und gebrauchen (von der Mutter mal ganz abgesehen).

Liebe Grüße,

Sabrina

Mal etwas für mich!

Auch mich hat der Schnabelina Bag-Hype gepackt und ich habe mich an die Variante in small gewagt.

Nach etlichen Stunden Stoff- und Zubehör(grob)auswahl habe ich einen Nähsamstag mit 2 lieben Freundinnen genutzt, um mich diesem Projekt zu widmen.

Man glaubt ja gar nicht, wieviel Zeit schon allein das Zuschneiden der einzelnen Teile in Anspruch nimmt. Nach 2 1/2 (!) Stunden war dann alles zugeschnitten, aufgebügelt und Klimbim ausgewählt und zugeordnet.

Wenn ich meine lieben Freundinnen nicht gehabt hätte, dann würde ich wahrscheinlich immer noch vor den Einzelteilen sitzen und diverse Zackenlitzen, Webbänder und was sich sonst noch so in meiner WühlZubehörkiste anfindet an die einzelnen Ecken und Flächen halten und darüber nachgrübeln, ob das so geht oder nicht.

Danach war dann erstmal essen angesagt und wir haben uns eine wunderbare, selbstgekochte Tomatensuppe mit herrlichem Brot dazu gegönnt! Sehr lecker! DANKE Sonja!!

Dann ging es ans Nähen.

Da die Anleitung über 80 (!) super ausführliche Seiten umfasst, hatte ich mich der Umwelt zu Liebe gegen das Ausdrucken entschieden und mein Tablet-PC mit dem E-Book gefüttert.

Wenn man dann so am Nähen ist, merkt man gar nicht, wie die Zeit vergeht und auf einmal war es schon 17.30 Uhr und eine fertige Tasche war noch lange nicht in Sicht!

Als wir Nähmädels uns dann trennten und ich wieder zu Hause angekommen war, juckte es so sehr in meinen Fingern, dass ich mich gegen 19 Uhr wieder an die Nähmaschine gesetzt hatte.

Wie schon erwähnt, merkt man beim Nähen gar nicht wie die Zeit vergeht. Ich weiß nur noch, dass mein lieber Mann sich von mir verabschiedet hat, als er schlafen ging und ich fleißig weiternähte.

Und dann war es soweit – die Tasche war fertig!! Und was sagte die Uhr? 2 Uhr morgens!!! Oh man! Das habe ich vorher auch noch nicht erlebt.

Aber das Ergebnis ist jede fehlende Stunde Schlaf und insgesamt 15 Stunden Arbeit wert – seht selbst:

Meine Schnabelina!

Meine Schnabelina!!

Und nun noch meine Danksagung:

Danke an Roswitha Pax (Schnabelina) für die tolle Anleitung! Danke an Silvia und Sonja für ihre Geduld auch noch bei der 4. Frage zum gleichen Webband ;-) und noch Extra-Dank an Sonja für die Bewirtung (die Suppe war der Hammer!). Und natürlich auch vielen Dank an meinen Mann, der mir die Zeit lässt, mich dem Nähwahn hinzugeben!